Sommer 2026: Eigentlich sind wir alle längst tot

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Die hohen Temperaturen sorgen naturgemäß dafür, dass die Aktivisten gegen den Klimawandel Oberwasser bekommen, auch bei niedrigen Pegelständen. Die Tagesschau begleitet die Entwicklungen – wie immer – „nüchtern und sachlich“. Zu Hilfe eilt ihr in diesem Fall ein Oberarzt, der dem staunenden Laien erklärt, dass er womöglich nicht mehr lange zu leben hat.

Blickt man auf das hier eingefügte Bild, könnte man auf die Idee kommen, dass den Jusos die extreme Hitze die eine oder andere Hirnwindung bereits weggeschmolzen hat. Aber andererseits sind Themen wie die hier angebotenen ja längst keine Besonderheit mehr.

Und da Menschen auch weiterhin heiraten werden, dürfen sich die Jusos gern noch ein wenig über die kapitalistische, rassistische und queerfeindliche Ehe echauffieren. In erster Linie wird sie das Wählerstimmen und allgemeine Zustimmung kosten, aber das „sozialdemokratische Kind“ ist ja sowieso längst in den ausgetrockneten Brunnen gefallen, also macht es auch nichts mehr, noch ein paar weitere Sympathiepunkte zu verlieren.

Das ist ohnehin nicht mehr so wichtig, denn was sind schon ein paar verlorene Sympathiepunkte gegen die hitzebedingte und zwangsweise herbeigeführte Beendigung des eigenen Lebens?

Schon heute tot

Stephan Lorentz ist laut Tagesschau leitender Oberarzt der Notaufnahme im Klinikum Stuttgart. Über seine Qualifikation zu sprechen, verbittet sich an dieser Stelle, aber zumindest auf seine Aussagen in diesem Video sollte man einmal eingehen.

Halten wir fest:

„Wenn die Temperatur über 41 Grad ist, dann beginnt Eiweiß zu kochen und das passiert ganz langsam bei 42, 43 Grad auch im menschlichen Körper. Und die Menschen leben aber noch, sind aber quasi schon tot. Also, in den kommenden Tagen versagt ein Organ nach dem anderen: Gehirn, Leber, Niere, Herz.“

Ist das Kunst oder kann das weg? Ja, es kann weg, ist aber reine Ideologie, die mehr schlecht als recht kunstvoll dargeboten wurde. Der uns hier von der Tagesschau zur Verfügung gestellte Oberarzt sagt zwar nichts Falsches, unterschlägt aber ein paar Kleinigkeiten. Und die Reporterin steht da, schaut ihn mit großen Augen an und fragt nicht nach. Der Mann ist schließlich Oberarzt!

Nun ist es aber (noch) nicht verboten, auch die Aussage eines „Gottes in Weiß“ zu hinterfragen. Wer noch alle Sinne, Organe und Kühlschränke beisammenhat, möge sich folgende Punkte wie zu heiß gewordenes Brausepulver auf der Zunge zergehen lassen:

  • Die Außentemperatur ist nicht gleich die Innentemperatur des menschlichen Körpers.
  • Die körpereigenen Organe kochen auch nicht, sie beginnen zu gerinnen.
  • Die kritische Schwelle liegt in der Außentemperatur, doch der innere „Kühlschrank“ des Körpers hat zahlreiche Methoden, um die Innentemperatur auf 37 Grad Celsius zu halten.

Ohne den angesprochenen „inneren Kühlschrank“ hätten wir ein Problem, so wie jeder Kühlschrank, bei dem das Kühlaggregat fehlt oder defekt ist. Läuft das Kühlaggregat dagegen rund und funktioniert unsere körpereigene Temperaturregelung, muss der Kühlschrank nicht entsorgt und unser Leben nicht hitzebedingt beendet werden.

Keine Rettung in Sicht

Machen wir uns nichts vor: Der heiße Sommer bringt Wettervorhersagen mit sich, die kontinuierlich falsch liegen und nahezu täglich korrigiert werden müssen. Aber ignorieren wir das für einen Moment und nehmen an, dass Klimavorhersagen einfacher oder zuverlässiger sind und wir uns auf die Annahmen für 2036 oder 2040 verlassen können.

Es ist natürlich absurd, dass wir alle bei 40, 42 oder 43 Grad Celsius sterben. Auf dieser Erde gibt es zahlreiche Regionen, die diese Werte erreichen, und trotzdem leben dort Menschen. Das wiederum bedeutet keineswegs, dass es keinen Klimawandel gibt und Menschen künftig vermehrt aus zu heißen Gegenden verschwinden müssen.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn man sich darauf einigen könnte, dass es klimatische Veränderungen gibt. Ob diese nun menschengemacht sind oder nicht, kann am Tisch der Ideologen diskutiert werden. Handlungsbedarf aber besteht allemal.

Nur: Wie sollte das aussehen? Derzeit läuft es so, dass der menschengemachte Klimawandel in Stein gemeißelt ist, so wie es „die Wissenschaft“ behauptet. Das hat allerdings in erster Linie Nachteile:

  • Zum einen wird in der Hauptsache über Schuld und Geld gesprochen.
  • Zum anderen sind Schutzmaßnahmen auf die Zukunft ausgerichtet.

Zu Punkt 1: Die moralische Aufladung der Debatten über den Klimawandel ist zutiefst destruktiv. Immer geht es darum, Schuldige zu suchen, und gefunden werden die meist beim „kleinen Mann“, der sich aber sowieso schon längst keine Flugreisen oder andere Unternehmungen leisten kann, die dem Klima allzu schädlich sind. Kriege führt dieser „kleine Mann“ übrigens auch nicht, doch die sind Klima-Killer Nummer 1. Mit Künstlicher Intelligenz (ebenfalls ein Klima und Umwelt-Schädiger) hat unser „kleiner Mann“ in der Regel auch wenig mehr zu tun als das, was über ein paar Plaudereien mit ChatGPT hinausgeht.

Zu Punkt 2: Sicher ist es gut und richtig, für die Zukunft gerüstet zu sein. Daher ergibt es auch Sinn, nach mittel- und langfristigen Maßnahmen zu suchen, um den klimatischen Entwicklungen gerecht zu werden. Doch das hilft Menschen kaum, die in überhitzten Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Schulen zurechtkommen müssen.

Der Unterschied zwischen Maßnahmen in der Zukunft und solchen, die sofort greifen, ist klar: Für sofortige und schnell wirksame Maßnahmen müsste jetzt Geld in die Hand genommen werden, im Wesentlichen staatliches Geld. Es ist eine Frage der Fürsorgepflicht der Politik, gegen die Auswirkungen extremer Hitze aktiv zu werden.

Und es ist ja schon auffällig: Sobald irgendwelche Naturkatastrophen über uns hereinfallen, tönt es schnell und laut aus der Politik, dass nun sofortige Hilfe geleistet wird, unbürokratisch noch dazu, versteht sich. Abgesehen davon, ob das dann auch wirklich passiert, gibt es solche Bekundungen bei der Hitze nicht. Stattdessen wird wiederholt darauf gepocht, ja recht gehabt zu haben mit all seinen Annahmen und Behauptungen. Das senkt im Altenheim aber nicht die Temperatur.

Wir wissen natürlich nicht, wie das Krankenhaus des oben genannten Oberarztes ausgestattet ist. Aber für den Fall, dass es schlecht gegen die Hitze gerüstet ist, könnten die völlig absurden Erzählungen von Stephan Lorentz zumindest erklärbar sein: Es war einfach zu heiß für den Arzt.

 

 

 

 

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Tom J. Wellbrock
Tom J. Wellbrockhttps://neulandrebellen.de/
Tom J. Wellbrock ist Journalist, Autor, Sprecher, Radiomoderator und Podcaster. Er führte unter anderem für den »wohlstandsneurotiker«, dem Podcast der neulandrebellen, Interviews mit Daniele Ganser, Lisa Fitz, Ulrike Guérot, Gunnar Kaiser, Dirk Pohlmann, Jens Berger, Christoph Sieber, Norbert Häring, Norbert Blüm, Paul Schreyer, Alexander Unzicker und vielen anderen. Zusätzlich veröffentlicht er Texte auf verschiedenen Plattformen und ist für unsere Podcasts der »Technik-Nerd«.

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niki
niki
Gast
1 Minute vor

Der arme Arzt. Der ist komplett überarbeitet. Man möge ihm deswegen den Unsinn verzeihen. In Krankenhäusern gibt es in Deutschland leider häufig keine Klimaanlage. Und da würde ich nach einer stressigen Schicht auch nur noch Unsinn erzählen!
Nichts desto Trotz kommen natürlich jetzt überall die Klimaaktivisten aus ihren Löchern gekrochen und meckern wie die Rohrspatzen.
Ich sage dann immer: Ohne einen echten Willen zu einem Verhandlungsfrieden mit Russland und zu einem Stopp der Aufrüstung nehme ich die einfach nicht ernst!
Und statt Waffen sollte Deutschland besser in Klimaanlagen investieren!
Krieg ist möglicherweise der größte vermeidbare Emissions- und Ressourcenmultiplikator überhaupt.

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