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Grüße aus der Wohlstandssphäre

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»Drecksloch« sagt man nicht, Mister President! Man fabriziert zwar welche in Entwicklungsländern, gibt ihnen dann aber neutrale Namen: »Globalisierung« zum Beispiel. Oder »Freihandel«.

Die halbe Welt schien schockiert: Nein, das gehe nun wirklich nicht, dass der US-Präsident Entwicklungsländer als »Shitholes«, als »Dreckslöcher« bezeichne. Ob nun die Vereinten Nationen oder aber Staatsleute aller Herren Länder, die Trump gemeint haben könnte: Die Empörung war groß. Auch bei den US-Demokraten regten sich Widerworte, der Präsident müsse da schon etwas mehr Pietät walten lassen. Nun ist freilich klar, dass dieser Mann überhaupt keinen Hehl aus seinem rassistischen Menschenbild macht. Er benutzte dieses Wort vor allem deswegen, weil er sich despektierlich über Menschen äußern wollte, die im reicheren Teil der Erde als Flüchtlinge oder Arbeitsnomaden ankommen, um dort ihr Glück zu finden.

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Roberto J. De Lapuente
Roberto J. De Lapuente
Roberto J. De Lapuente ist irgendwo Arbeitnehmer und zudem freier Publizist. Er betrieb von 2008 bis 2016 den Blog ad sinistram. Seinen ND-Blog Der Heppenheimer Hiob gab es von Mitte 2013 bis Ende 2020. Sein Buch »Rechts gewinnt, weil links versagt« erschien im Februar 2017 im Westend Verlag. In den Jahren zuvor verwirklichte er zwei kleinere Buchprojekte (»Unzugehörig« und »Auf die faule Haut«) beim Renneritz Verlag.

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